Amílcar Cabral: Was bleibt

Leben und Werk des Denkers und Revolutionärs

«Amílcar Cabral hinterlässt ausser dem Traum von einer gerechten und sozialen Gesellschaft ein sehr wichtiges theoretisches, kulturelles und politisches Vermächtnis, das über Kap Verde, Guinea-Bissau und Afrika hinausgeht und eine aussergewöhnliche Grösse und eine universelle Dimension hat.» Pedro Pires

1973 wurde Amílcar Cabral, der Führer der PAIGC, der Befreiungsbewegung von Guinea-Bissau und den Kapverden ermordet. Gibt es Gründe, sich ein halbes Jahrhundert später mit seinem Leben und Werk zu befassen? In der vom Afrika-Komitee Basel herausgegeben Publikation geht Hans-Ulrich Stauffer auf das theoretische Werk von Amílcar Cabral ein. Sieben ausgewählten Texte belegen das Wirken von Cabral. Diese Werke sind ein eindrückliches Vermächtnis und zeugen von der überragenden Bedeutung Cabrals in der Geschichte des antikolonialen Befreiungskampfes. Aktivist*innen, die heute unterdrückerische Systeme bekämpfen, beziehen sich immer wieder auf die Schriften von Cabral, in denen er auch vor der Degeneration der Befreiungsorganisationen warnte.

Zum 50. Todestag von Amilcar Cabral diskutieren Prof. Elisio Macamo (Zentrum für Afrikastudien Uni Basel) und Hans-Ulrich Stauffer (Afrika-Komitee, Autor) über das Leben und Werk Cabrals.