Am Seil

Erich Hackl: Am Seil. Eine Heldengeschichte.
Diogenes 2018

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https://shop.buchhandlung-labyrinth.ch/catalogue/am-seil_11261748/

Die Erzählung Erick Hackls erinnert an Anne Franks Schicksal. Wie letztere in Amsterdam, so verstecken sich Lucia und ihre Mutter Regina Steinig in Wien während der für Juden lebensbedrohlichen Phase des Nationalsozialismus in der Werkstatt eines Freundes. Dieser Freund – Reinhold Duschka – und sein selbstloses und für ihn selbstverständliches Schutzgewähren geben dem Buch den Untertitel «Heldengeschichte». Für Aussenstehende mag diese Zuschreibung der Heldentat durchaus zutreffen, Duschka aber, der für seine Hilfe auch von Yad Vashem ausgezeichnet wird, sieht das gar nicht so. Für ihn ist es völlig klar, seiner Freundin und deren Tochter Unterschlupf zu gewähren.

Die Bedrückung, die die in der Werkstatt Eingesperrten aushalten müssen, die ständige Angst, entdeckt werden zu können, kommen durchaus zum Tragen, hätten aber der Eindringlichkeit halber noch deutlicher gezeichnet werden dürfen. So bleibt eher eine leise Ahnung davon, wie sich Regina und Lucia sowie unzählige andere verstecke Juden gefühlt haben müssen. Sehr schön gelungen ist aber diesbezüglich jene Szene, die eines der wenigen Male schildert, während denen die Versteckten – hier die Tochter Lucia – nach draussen kommen. Reinhold und Lucia machen einen kleinen Ausflug auf den oberhalb der Stadt gelegenen Cobenzl. Da rennt Lucia eine halbe Stunde lang hin und her, ein Zeichen der Freude darüber, wieder mal draussen sein zu dürfen. Die Begeisterung ist so gross, dass Lucia nicht anders kann, als eben dieser durch Hin- und Herlaufen Ausdruck zu verleihen. Hackl evoziert nicht nur ein starkes Bild, sondern vermittelt die Freude durch den blossen Beschrieb von Bewegung und kann so die Gefühle Lucias eindrucksvoll widergeben, vermutlich sogar überzeugender, als wenn er bloss geschrieben hätten, dass sich Lucia unglaublich über diese kurze Freiheit freuen würde. Obwohl Hackl für den Beschrieb dieses Vorgangs Worte bemüht, kommt er hier sozusagen ohne Worte aus.

Der Titel der Geschichte «Am Seil» beschreibt die Erzählung in ihrem wesentlichen Kern. Nicht nur greift er die Tatsache auf, dass Duschka passionierter Bergsteiger ist, sondern umschreibt auch das Verhältnis, das während des Versteckens zwischen Helfer und Versteckten besteht. Lucia und Regina sind auf Duschka essentiell angewiesen, hängen sozusagen an seinem Seil – die einzige Sicherheit, die sie haben –  und bilden mit ihm eine dem Bergsteigen analoge Seilschaft: Vertrauen, Verlässlichkeit, Abhängigkeit und Sicherheit zählen sowohl für Gipfelstürmer als auch für die in der Werkstatt Untergebrachten und deren Behüter.

Die Erzählung beruht auf wahren Begebenheiten und ist so oder ganz ähnlich wirklich vorgefallen. Ein weiterer von Erich Hackl literarisierter Tatsachenbericht, dieses Mal über einen Helden, der keiner sein wollte.

Salon #15

Einen Tag, bevor der Nikolaus auftauchte, veranstalten wir bereits den 15. Salon im Labyrinth. Friederike Kretzen und Ralf Neubauer sprachen über Cesare Pavese und dessen «Der Mond und die Feuer». Mischa Schaub hat den Abend für uns digital auf die Speicherkarte gebannt und stellt uns das Video zur Verfügung, sodass wir den Abend Revue passieren lassen können.

LabyrinthRalfFriederikePavese from HyperWerk on Vimeo.

Lesung mit Michelle Steinbeck

Am 28.11.2018 durften wir uns über die Vernissage zu Michelle Steinbecks aktuellem Lyrik-Band «Eingesperrte Vögel singen mehr» freuen. Die Autorin hat daraus vorgelesen und mit Daniel Faulhaber (Journalist) über ihre Schreibarbeit gesprochen. Mit freundlicher Erlaubnis der beiden Gesprächsteilnehmenden und des Verlags Voland & Quist stellen wir hiermit die Aufzeichnung für alle Interessierten zur Verfügung. Viel Spass mit Michelles neuester Lyrik!



Einige Eindrücke

Peter Bichsel liest …

Am 24. November 2018 war Peter Bichsel bei uns zu Gast. Über eine Stunde hat er uns mit seinen Geschichten beglückt. Es war wunderbar und wir schauen gerne zurück – auf diesen Luxus, wie Bichsel Lesungen bezeichnet. Wir durften die Lesung sogar aufzeichnen und stellen sie hiermit der Allgemeinheit für sechs Monate sehr gerne zur Verfügung, sodass alle, die nicht dabei sein konnten oder jene, die Bichsel nicht kennen, sich im Nachhinein ebenso erfreuen können.

Peter  Bichsel und der Suhrkamp Verlag haben uns die Veröffentlichung kostenlos erlaubt. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bedanken!! 



Reihenfolge der vorgelesenen Texte:


Einige Impressionen

Michael Schindhelm zu Walter Spies

Am 20. November 2018 war Michael Schindhelm (in Basel v.a. als künstlerischer Direktor und Intendant des Stadttheaters in den Jahren 1996-2006 bekannt)  bei uns zu Gast und hat den Künstler und Maler Walter Spies vorgestellt. Schindhelm hat nicht nur fundiert und interessant über Spies gesprochen, sondern auch ein Buch über letzteren geschrieben («Walter Spies. Ein exotisches Leben»). Der Band erschien im Kunstbuchverlag Hirmer und kann bei uns erworben werden. Es gibt sogar noch einige wenige von Michael Schindhelm signierte Exemplare.

Veranstaltungslink: http://www.buchhandlung-labyrinth.ch/events/event/michael-schindhelm-walter-spies-ein-exotisches-leben/

Impressionen des Abends:

Dostojewskij. Eine Biographie.

Andreas Guski: Dostojewskij. Eine Biographie.
C.H. Beck 2018

Andreas Guski, emeritierter Basler Slawistik-Professor, lässt in seiner dicht und elegant geschriebenen Biographie den grossen russischen Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski wiederaufleben. Er versucht diesen mit nüchternem Blick aus seiner Zeit heraus zu begreifen und jeglichen Formen der Verklärung entgegenzuwirken. Wie Guski im Vorwort schreibt, wird die Figur Dostojewskijs gerade jetzt von erstarkenden völkischen und orthodoxen Kräften in Russland wiederentdeckt. Nach der Lektüre der Biographie muss man zunächst eingestehen: keine gänzlich abwegige Bezugnahme. Guski macht jedoch klar, dass Dostojewskij ein Meister der Provokation war und es liebte, seine Thesen bis aufs Äusserste zuzuspitzen. Im Gegenzug hatte er auch keinerlei Hemmungen, umstandslos von vorgängig formulierten Thesen abzurücken oder ihnen völlig gegenläufige entgegenzuhalten. Dies zeigt sich in den dichten und präzisen Textinterpretationen Guskis, welche den Zugang zum Inhalt einzelner Erzählungen erleichtern und darüber hinaus reich an erhellenden Einblicken in die Schreib- und Gestaltungstechniken Dostojewskijs sind. Das Resultat ist eine gelungene Mischung aus Biographie und Exegese, die sogar bekennenden Fans blinde Flecken der Verklärung vorzuhalten vermag.

Das Schlüsselereignis

1821 geboren, landet Dostojewskij nach dem Tod seiner Mutter im Internat; er ist dreizehn Jahre alt. Bald darauf beginnt er die Ausbildung zum Leutnant an der militärischen Ingenieursschule. Vom Militärischen hält er nicht viel und widmet sich in dieser Zeit der Literatur. 1844 bittet er schliesslich um die Entlassung aus dem Staatsdienst. Nur ein Jahr später verhilft ihm sein Briefroman «Arme Leute» zum literarischen Senkrechtstart. Um 1848, inmitten der Wirren der europäischen Revolutionsjahre, schliesst sich Dostojewskij den «Petraschewzen» an, einem vom französischen Frühsozialisten Charles Fourier inspirierten revolutionären Zirkel. Im Jahr darauf werden Dostojewskij und einige weitere Mitglieder verhaftet und zum Tode durch Erschiessen verurteilt. Am 22. Dezember 1849 wird er in einer vom Zaren inszenierten Scheinhinrichtung zum Schafott geführt und wenige Augenblicke vor dem Schiessbefehl begnadigt. Das Urteil lautet nun vier Jahre Arbeitslager und weitere sechs Jahre sibirisches Exil. Dieses erschütternde Erlebnis wird zum Schlüsselereignis seines Lebens. Dostojewskij selbst beschreibt es als «Wiedergeburt» und Guski sieht darin nicht zuletzt auch eine Wende «vom linken Westler zum orthodoxen Slawophilen, vom Intellektuellen zum Volksfreund, vom Revolutionär zum Nationalkonservativen».

Die vier Jahre Arbeitslager in Sibirien gleichen einem Abstieg in die Hölle. Dostojewskij bringt die schrecklichen Zustände später in seinen «Aufzeichnungen aus dem Totenhaus» zu Papier. Die sechs Jahre Exil verbringt er als Soldat in der Garnisonsstadt Semipalatinsk. Auch dank eines Schreibens an die Zarin – über weite Strecken ein Musterbeispiel der Anbiederung – erlangt er schliesslich 1857 das Publikationsrecht wieder und kann nun damit beginnen, die vielen in der Zwischenzeit entstandenen Erzählungen zu veröffentlichen. Mit seinem Bruder gründet er die Zeitschrift «Die Zeit», in der von nun an seine Texte erscheinen. In den 1860er-Jahren, einer Phase gesellschaftlicher Öffnung im Russland des 19. Jahrhunderts – Abschaffung der Leibeigenschaft, Lockerung der Zensur –, trifft das Magazin den konservativen Nerv der Zeit. Insbesondere das Credo der «Bodenständigkeit», einen Kompromiss zwischen Slawophilen und Westlern anstrebend, verschafft den Brüdern Dostojewskij viele Leser*innen und Abonnent*innen.

Europa und die Spielsucht

1862 begibt sich Dostojewskij auf seine erste Europareise. Seine Empfindungen und Einsichten hält er in «Winternotizen über Sommereindrücke» fest. Die Schilderung von Städten wie Berlin, Paris und London zur Zeit der Weltausstellung sind eindrückliche Beispiele seines literarischen Könnens. Vor allem aber sind sie Vorboten der von nun an in seinem Werk stets präsenten Kritik an Kapitalismus, bürgerlicher Gesellschaft, Fortschrittsglauben und moderner Konsumgesellschaft. Dem Träumen vom gesichtslosen «universalen Allgemeinmenschen», das er sowohl Kapitalisten wie Sozialisten anlastet, stellt er die Bedeutung historischer, ja völkischer Verankerung entgegen; dem materialistischen Denken, die Fähigkeit des Einzelnen, sich aus eigener Kraft zu ändern. Auf diese Weise begegnet er dem von ihm als Gefahr erkannten, aufklärerischen Denkens westlicher Prägung entspringenden Nihilismus.

Gleichzeitig erliegt er den Reizen Europas. Während er unglücklich verliebt seiner verehrten Polina nachreist, macht er Bekanntschaft mit den in Europa legalen Spielbanken. Dostojewskij, ebenso leidenschaftlicher wie erfolgloser Spieler, wird von da an und bis kurz vor seinem Tode von Schulden und Gläubigern verfolgt. Er bezieht jeweils Vorschüsse, die er dann in Form von Druckbögen auf Termin zurückzahlen muss. Das Geld ist zu diesem Zeitpunkt meist bereits ausgegeben oder verspielt. So entstehen unter enormem Zeitdruck die Bücher «Aufzeichnungen aus dem Kellerloch», «Der Spieler» sowie «Schuld und Sühne». Bei der Niederschrift von «Der Spieler» – er hat drei Wochen Zeit dafür! – hilft ihm seine zukünftige Frau Anna Snitkina.

Gleich nach der Hochzeit im Jahr 1867 verlassen sie zusammen erneut die russische Heimat. Der vierjährige Europaaufenthalt wird zu einer eigentümlichen Mischung aus Hochzeitsreise und Flucht vor den Gläubigern, aus exzessivem Schreiben und verheerenden Ausflügen an den Spieltisch. Dank gütiger Mithilfe Annas entsagt Dostojewskij schliesslich dem Glückspiel und die mittlerweile dreiköpfige Familie kehrt nach Russland zurück. Er arbeitet für slawophile Magazine, nimmt immer öfter und dezidiert zu aktuellen politischen Themen Stellung und bringt seine letzten beiden Romane zu Papier. 1880 hält er die berühmt gewordene Puschkin-Rede, in welcher er diesen als Erwecker des russischen Selbstbewusstseins deutet und als gleichsam völkischen wie universellen Dichter preist. Im Anschluss wird er von der Menge als Prophet gefeiert und stirbt auf dem Höhepunkt seines Ruhmes wenige Monate später in seiner Petersburger Wohnung.

Munin oder Chaos im Kopf

Monika Maron: Munin oder Chaos im Kopf.
S. Fischer 2018

Eine Auftragsarbeit über den dreissigjährigen Krieg, die in der Bekanntschaft mit dem Tagebuch von Peter Hagendorf mündet. Ein nachbarschaftlicher Kleinkrieg über eine „verhaltensauffällige“ Frau, die auf dem Balkon ihre Gesangsübungsstunden (Sopran) abhält. Eine Begegnung mit einer einbeinigen Krähe, die die Protagonistin in nächtlich-philosophische Gespräche über Gott und die Welt verwickelt. Das sind die drei Handlungsstränge, deren Geschichten zunehmend zu Parameter, Gleichnis und Konstante werden für die Antriebe zu Kriegen, aber auch für ein anderes Verstehen von Wesen und Vernunft des Menschen.

Die Arbeit über den dreissigjährigen Krieg betrachtet im Besonderen die Vorkriegszeit, das Tagebuch des ehemaligen Müllersohns Peter Hagendorf, der zum Söldner wurde, weil er die Mühle seines Vaters nicht erben konnte und das Schicksal von Herzog Christian, mit dem die Protagonistin durch das Schlachtenepos von Annette von Droste-Hülshoff bekannt wurde. Aufgrund dieser drei Quellen kann die Protagonistin am besten in die Motivationen von Kriegen Einsicht gewinnen; immer weniger erkennt sie diese in politischen und religiösen Machtstrukturen und immer mehr in existentiellen Grundzügen und solchen des Menschenwesens. In den Gesprächen mit der Krähe findet der Erkenntnisvorgang indes seinen eigentlichen Austragungsort. Natürlich sind es einerseits Aggression (Feindbilder), Ehrgeiz (Machtansprüche, Landnahme) und Fanatismus (religiöser, politischer, ideologischer), die zu Kriegen führen. Andererseits jedoch bewirken Begehren und Mangel an existentiellen Ansprüchen, Betrug an und Herrschaft über das einzelne Leben und schliesslich die Zugrundelegung der menschlichen Unvollkommenheit resp. die Schaffung eines Gottes mächtige und unbeherrschbare Antriebe für aggressive, ehrgeizige und fanatische Handlungen.

Die Krähe begleitet seit Menschengedenken die Geschichte des Menschen, vor allem ist sie als aufmerksame Beobachterin präsent in Kriegen und im Alltag. Munin, die Krähe, steht für dieses Menschheitsgedenken und spricht von dessen Geschichten. Sie setzt dem Gott der Menschen das Gesetz entgegen und der Vernunft die Co-Existenz von Wesen und Existenz. – Es obliegt indes (dem Willen) der Protagonistin, dieser Stimme Gehör zu schenken. – Nun hat Monika Maron aus diesen Gesprächen mit der Krähe einen Roman geschrieben.

Olga

Bernhard Schlink: Olga.
Diogenes 2018

Bernhard Schlink – bekannt als Verfasser des Romans Der Vorleser – legt mit Olga eine Lebensgeschichte einer Frau vor und lässt diese vor dem immer wieder angedeuteten aber kaum konkretisierten Hintergrund der deutschen Geschichte spielen, die als Orientierung und ebenso als Beleg dafür fungiert, dass die Erzählung (und das Leben) voranschreitet. Im Zentrum steht die dem Buch den Titel gebende Olga und ihre Liebe zu Herbert. Diese beiden finden schon in Jugendjahren zueinander und lassen sich auch nicht vom vorherrschenden Standesdenken, das um 1900 eine solche Beziehung noch als unerwünscht kategorisiert, abhalten. Obwohl diese Liebe in späteren Jahren v.a. durch Herberts zahlreiche Abwesenheiten und schliesslich durch sein Verschollen auf einer Expedition geprägt ist, ist sie in Olgas Leben zentral. Nicht nur haben sie einen gemeinsamen Sohn (von dem Herbert nichts weiss), sondern auch nach seinem endgültigen Fernbleiben lässt sie nicht von ihm ab und schreibt immer wieder Briefe an ihn, die am ursprünglichen Ausgangspunkt von Herberts Expedition gesammelt werden. Diese dort gesammelten Briefe bilden schliesslich den Abschluss und letzten Abschnitt des Buches und werden sozusagen dort „abgedruckt“.

Olga selbst kommt aus einfachen Verhältnissen und arbeitet sich durch Beständigkeit, Beharrlichkeit und Autodidaktik zur Lehrerin hoch. Diesem Beruf geht sie viele Jahre mit viel Freude und Einsatz trotz widriger Umstände nach. Auch nachdem sie ihren Beruf aufgrund ihrer aufgetreten Gehörlosigkeit aufgeben muss, bleibt sie auf eigenen Füssen stehen und sorgt mit Näharbeiten für ihr Auskommen. Olga ist eine selbstständige, selbstbewusste und unabhängige Frau uns entsprach somit nicht dem gängigen Frauenbild ihrer Zeit. Obwohl der Roman das ganze Leben Olgas abhandelt und über dreihundert Seiten lang ist, bleibt die Geschichte als solche und Olga im Speziellen überraschenderweise eher flach. Die Erzählung ist insgesamt zu seicht und es fehlt ihr an Tiefenschärfe in vielerlei Hinsicht. Nach der Lektüre könnte man sagen: „Ganz nett“, viel mehr aber auch nicht, denn insgesamt bleibt dieser doch zeitlich wie biographisch gross angelegte Roman zu blass. Daran ändern auch die zahlreichen Briefe, die Olga über die Jahre an ihren Herbert schreibt und am Ende des Buches versammelt sind, sowie der immer wieder von Olga kritisierte deutsche Grössenwahn (dem auch Herbert und ihr Sohn anheim fallen) wenig.